Versuch 24: Darstellung von Chlordioxid
Geräte:
- Schwerschmelzbares Reagenzglas
- Stativmaterial
- Glühdraht
- Trafo
- Kabelverbindungen
- Spatel
- Pipette
- Schutzbrille
Chemikalien:
- Kaliumchlorat
- konz. Schwefelsäure
Gefahrenhinweise:
- Kaliumchlorat: brandfördernd, gesundheitsschädlich
- Schwefelsäure, konz.: ätzend
Durchführung:
Ein schwerschmelzbares Reagenzglas wird am Stativ eingespannt und zwei Spatel Kaliumchlorat eingefüllt. Ein mit einer Stromquelle verbundener Glühdraht wird in das Reagenzglas eingeführt. Wir lassen einige Tropfen Schwefelsäure an der Glaswand hinunterlaufen. Nach Einsetzen der Gasentwicklung wird der Draht vorsichtig zum Glühen gebracht.
Ein schwerschmelzbares Reagenzglas wird am Stativ eingespannt und zwei Spatel Kaliumchlorat eingefüllt. Ein mit einer Stromquelle verbundener Glühdraht wird in das Reagenzglas eingeführt. Wir lassen einige Tropfen Schwefelsäure an der Glaswand hinunterlaufen. Nach Einsetzen der Gasentwicklung wird der Draht vorsichtig zum Glühen gebracht.
Abb. 3390 Versuchsskizze "Darstellung von Chlordioxid": Teil 1(Original)
Abb. 3391 Versuchsskizze "Darstellung von Chlordioxid": Teil 2(Original)
Beobachtung:
Nach Zugabe der Schwefelsäure verfärbt sich der untere Teil des Reagenzglas' rotbraun und es setzt eine Gasentwicklung ein - das entstehende Gas ist gelbgrün. Wird der Glühdraht erwärmt, kommt es zur Explosion und der Inhalts des Reagenzglas' schäumt stark auf.
Nach Zugabe der Schwefelsäure verfärbt sich der untere Teil des Reagenzglas' rotbraun und es setzt eine Gasentwicklung ein - das entstehende Gas ist gelbgrün. Wird der Glühdraht erwärmt, kommt es zur Explosion und der Inhalts des Reagenzglas' schäumt stark auf.
Erklärung:
Bei Zugabe von konzentrierter
bildet sich aus
zunächst Chlorsäure (Reaktionsgleichung 1).
ist nicht stabil und disproportioniert zu Perchlorsäure und Chlordioxid (Reaktionsgleichung 2). Chlordioxid wiederum zerfällt schon bei gelindem Erwärmen auf über 45 °C unter "Knall" in Chlor und Sauerstoff (Reaktionsgleichung 3).
Die hier aufgeführten Reaktionen sind von zahlreichen anderen Reaktionen begleitet, da die entstehenden Produkte meist nicht stabil sind. So zerfällt z.B. die Perchlorsäure selbst zu einer großen Anzahl von Produkten.
(Wiberg, N. (2007). Lehrbuch der Anorganischen Chemie. Berlin, New York, Walter de Gruyter. 102nd: 482 – 487)
Die braunrote Verfärbung des Reaktionsgemisches kann auch von der sich zersetzenden Perchlorsäure herstammen.
Bei Zugabe von konzentrierter
Reaktionsgleichung:
Entsorgung:
Das Ende der Reaktionen abwarten. Rückstände mit reichlich Wasser verdünnen, neutralisieren und über das kommunale Abwassernetz entsorgen.
Das Ende der Reaktionen abwarten. Rückstände mit reichlich Wasser verdünnen, neutralisieren und über das kommunale Abwassernetz entsorgen.